Behinderung und Alter

Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW

Vorwort Ministerin Barbara Steffens


Liebe Leserinnen und Leser,
der demographische Wandel ist zwar in aller Munde, doch die Frage, wie er unsere unmittelbare Lebenswelt verändert und wie wir angemessen darauf reagieren, wird selten diskutiert. Daran wollen wir mit dem Masterplan altengerechte Quartiere.NRW etwas ändern. Mit ihm stellen
wir ein Strategie- und Handlungskonzept zum selbstbestimmten Leben im Alter vor, über das wir gern mit Ihnen ins Gespräch kommen möchten.

Auch bei Pflegebedarf wollen die wenigsten Menschen in eine stationäre Einrichtung wechseln, sondern in ihrem Zuhause, ihrem sozialen Nahraum wohnen bleiben. Vor dieser gesellschaftlichen Entwicklung können und dürfen wir nicht die Augen verschließen. Wir müssen heute die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Menschen in jedem Alter - egal ob mit oder ohne Unterstützungs- oder Pflegebedarf - so lange wie möglich selbst über ihr Leben bestimmen und entscheiden können.

Was wir brauchen, ist ein präventiver, maßgeschneiderter und
partizipativer Ansatz - vor Ort, im Quartier. Quartier - das ist dort, wo sich die Menschen aufgehoben fühlen, Geborgenheit verspüren. Quartier – das ist fast immer die Nachbarschaft, der unmittelbare Lebensraum, der gerade im Alter, wenn die Lebenskreise kleiner werden, an Bedeutung gewinnt. Quartier – das sind die persönlichen Netzwerke, die zu mehr Lebensqualität für die Menschen beitragen. Um diesen Wohnort zu schaffen, müssen wir alle Verantwortung übernehmen und das heißt nicht zuletzt Kooperationen einzugehen. Wir müssen lernen, fachbereichsübergreifend zu denken, zu handeln und zu finanzieren.
Eine Quartiersentwicklung, wie wir sie mit dem Masterplan altengerechte Quartiere.NRW anstoßen und „vor Ort“ unterstützen wollen, erfordert von allen Akteurinnen und Akteuren ein neues Denken, einen neuen Geist und eine neue innere Haltung. Der Wandel muss in unseren Köpfen beginnen.

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